Schule ist mehr als Wissensvermittlung. Sie ist ein zentraler Ort, an dem junge Menschen Orientierung, innere Stärke und soziale Kompetenzen entwickeln. Meine Arbeit ist dabei systemisch orientiert: Im Blick stehen nicht nur einzelne Fähigkeiten, sondern auch Beziehungen, Wechselwirkungen, Ressourcen und die Frage, welche Handlungsmöglichkeiten sich in einem konkreten Kontext eröffnen.
Präventive Bildungsarbeit im Klassenzimmer kann unterschiedliche Zugänge haben. Ein wichtiger Schwerpunkt ist die gezielte Resilienzförderung. Sie unterstützt Schüler:innen dabei, mit Stress, Leistungsdruck und Herausforderungen gesund umzugehen, sich selbst besser zu regulieren und eigene Handlungsmöglichkeiten wahrzunehmen.
Ein weiterer Zugang ist das Schulfach Glück. Es verbindet Persönlichkeitsentwicklung, Werte- und Sinnfragen sowie die Förderung personaler und sozialer Kompetenzen und bereitet junge Menschen auf Herausforderungen innerhalb und außerhalb von Schule vor.
Beide Ansätze tragen zu einem erweiterten Bildungsverständnis bei: Sie stärken Selbstreflexion, Selbstwirksamkeit, Beziehungskompetenz und die Fähigkeit, das eigene Leben zunehmend bewusst zu gestalten.
Bildung fürs Leben beginnt dort,
wo Menschen lernen,
sich selbst zu verstehen, Beziehungen zu gestalten
und eigene Wege zu gehen.
Was dies den Lernenden bringt
Selbstregulation und innere Stabilität
Präventive Bildungsarbeit unterstützt Schüler:innen dabei, eigene Belastungsreaktionen wahrzunehmen und einen gesunden Umgang mit Stress und Herausforderungen zu entwickeln. Sie stärkt Selbstreflexion, Selbstregulation und die Fähigkeit, in schwierigen Situationen auf hilfreiche Ressourcen zurückzugreifen.
Soziale Kompetenzen und Beziehungsgestaltung
Kommunikative Fähigkeiten werden im Spannungsfeld von Empathie und Abgrenzung gefördert. Schüler:innen lernen, Beziehungen bewusster zu gestalten, eigene Bedürfnisse wahrzunehmen und konstruktiv mit Konflikten umzugehen.
Selbstwirksamkeit und Lernen
Ein guter Zugang zu sich selbst und der konstruktive Umgang mit Herausforderungen können auch schulisches Lernen unterstützen. Motivation, Konzentration und Zielorientierung profitieren davon, wenn junge Menschen sich als handlungsfähig erleben.
Orientierung fürs Leben
Insbesondere im Schulfach Glück setzen sich Schüler:innen mit grundlegenden Lebensfragen auseinander: Was ist mir wichtig? Welche Werte geben mir Orientierung? Welche Stärken kann ich nutzen? So werden personale Kompetenzen gefördert, die weit über die Schulzeit hinausreichen.

Was dies den Lehrenden vermittelt
Fachwissen
Die Weiterbildungen vermitteln fundiertes Fachwissen für präventive Bildungsarbeit und Persönlichkeitsentwicklung. Sie verbinden Erkenntnisse aus Resilienzforschung, Positiver Psychologie und Pädagogik mit schulnahen Konzepten zu Selbstregulation, Selbstwirksamkeit und Beziehungsgestaltung.
Selbsterfahrung
Ein zentrales Element ist die eigene Erfahrung. Die Teilnehmenden setzen sich mit persönlichen Mustern, Ressourcen und Glaubenssätzen auseinander. Das unterstützt eine authentische professionelle Haltung und die Fähigkeit, Schüler:innen fachlich und persönlich gut zu begleiten.
Methodenvielfalt und Grundhaltung
Die Weiterbildungen sind eng an den schulischen Alltag angebunden und systemisch orientiert. Methoden werden selbst erlebt, erprobt und auf unterschiedliche Altersgruppen und Situationen übertragen. Im Mittelpunkt stehen Ressourcen, Wechselwirkungen, Perspektivwechsel und die Frage, was im jeweiligen Kontext hilfreich und möglich ist.
Prävention auf zwei Ebenen
Die Weiterbildungen verbinden die eigene professionelle Selbstfürsorge und Handlungsfähigkeit der Lehrkräfte mit der Frage, wie sich stärkende Haltungen und Methoden präventiv im Schulalltag mit Schüler:innen einsetzen lassen.
Einsatz im Schulalltag
Klassenleitungsstunden, Arbeitsgemeinschaften, Projektwochen, der sequenzielle Einsatz im Regelunterricht sowie Beratungssettings in Gruppe und Einzel bieten vielfältige Möglichkeiten, die Inhalte beider Weiterbildungen in den Schulalltag zu integrieren.
Die Weiterbildung Resilienztrainer:in eignet sich besonders für kurze, alltagstaugliche Interventionen zur Stabilisierung, Selbstregulation und Stärkung von Handlungsspielräumen. Viele Methoden lassen sich flexibel in Unterricht, Beratung und pädagogische Begleitung einbauen.
Das Schulfach Glück entfaltet seine Stärken vor allem dort, wo mehr Zeit für Persönlichkeitsentwicklung, Wertefragen, Selbstreflexion und Zukunftsgestaltung zur Verfügung steht – zum Beispiel als Differenzierungskurs in den Klassen 9/10, in Projektkursen der Oberstufe oder in Verbindung mit dem Philosophieunterricht.
Beide Ansätze verstehen Schule als einen Ort, an dem nicht nur Wissen vermittelt wird, sondern auch Lebenskompetenzen wachsen dürfen.