Schule ist mehr als Wissensvermittlung:
Sie ist ein zentraler Ort, an dem junge Menschen Orientierung, innere Stärke und soziale Kompetenzen entwickeln.
Präventive Bildungsarbeit im Klassenzimmer kann unterschiedliche Zugänge haben – etwa über Sinn- und Wertearbeit oder über die gezielte Stärkung von Resilienz und Selbstfürsorge.
Das Schulfach Glück ist ein relativ neues Konzept, das in einigen Ländern bereits in die Lehrpläne aufgenommen wurde. Es geht darum, Heranwachsenden Fähigkeiten und Techniken zu vermitteln, die ihnen helfen, ein zufriedenes und erfülltes Leben zu führen.
Es stellt einen wichtigen Beitrag zu einem umfassenden Bildungsbegriff dar, fördert das ganzheitliche Wohlbefinden, stärkt soziale Kompetenzen, stiftet Sinn und bereitet auf das Leben nach der Schule vor.
Ein weiterer Zugang präventiver Bildungsarbeit ist die gezielte Resilienzförderung. Sie stärkt innere Stabilität, Selbstfürsorge und Emotionsregulation im schulischen Alltag.
Resilienzarbeit kann punktuell und flexibel im Unterricht eingesetzt werden und unterstützt Schüler*innen dabei, mit Stress, Leistungsdruck und Herausforderungen gesund umzugehen.
Orientierung ist ein zentraler Schutzfaktor – ebenso wie die Fähigkeit, auch bei Gegenwind innerlich stabil zu bleiben.
„Wer den Hafen nicht kennt, in den er segeln will,
Lucuis Seneca
für den ist kein Wind der richtige.“
Was dies den Lernenden bringt
Steigerung des Wohlbefindens und der Resilienz
Präventive Bildungsarbeit im Klassenzimmer unterstützt Schülerinnen dabei, gut für ihre geistige und körperliche Gesundheit zu sorgen. Sie fördert Selbstreflexion und stärkt den Umgang mit Stress, Ängsten und Herausforderungen. Schülerinnen lernen, wie sie sich selbst regulieren, auf belastende Situationen reagieren und tragfähige soziale Beziehungen nutzen können.
Entwicklung sozialer Kompetenzen
Im Unterricht werden kommunikative Fähigkeiten gefördert – im Spannungsfeld von Empathie und Abgrenzung. Schüler*innen lernen, Beziehungen bewusst zu gestalten und konstruktiv mit Konflikten umzugehen. Damit leistet präventive Bildungsarbeit einen zentralen Beitrag zur Stärkung sozial-kommunikativer Kompetenzen.
Verbesserung der fachlichen Leistungen
Wenn Heranwachsende einen guten Zugang zu sich selbst entwickeln und lernen, mit persönlichen Herausforderungen umzugehen, wirkt sich das häufig auch positiv auf schulisches Lernen aus. Motivation, Konzentration und Zielorientierung können gestärkt werden, weil innere Stabilität und Selbstwirksamkeit zunehmen.
Vorbereitung auf das Leben
Schüler*innen setzen sich insbesondere im Glücksunterricht mit zentralen Lebensfragen auseinander:
Was gibt mir Orientierung? Welche Werte tragen mich? Welche Stärken kann ich nutzen – und wie gehe ich konstruktiv mit meinen Schwächen um? So werden personale Kompetenzen gefördert, die über die Schulzeit hinaus wirksam sind.
„Denken ist wundervoll, aber noch wundervoller ist das Erlebnis.„
Oscar Wilde
Was dies den Lehrenden vermittelt
Fachwissen
Die Weiterbildungen vermitteln fundiertes Fachwissen für präventive Bildungsarbeit und Persönlichkeitsentwicklung. Sie verbinden Ansätze aus der Positiven Psychologie, Resilienzforschung und Pädagogik mit schulnahen Konzepten zur Stärkung von Wohlbefinden, Selbstwirksamkeit und innerer Stabilität.
Selbsterfahrung
Ein zentrales Element der Weiterbildungen ist die Selbsterfahrung. Durch das Durchlaufen der einzelnen Ausbildungsphasen kommen die Teilnehmenden mit ihrer eigenen Persönlichkeit, ihren Mustern und Ressourcen in Kontakt. Diese persönliche Auseinandersetzung unterstützt eine authentische Haltung im Schulalltag und stärkt die Fähigkeit, Schüler*innen nicht nur fachlich, sondern auch menschlich zu begleiten.
Methodenvielfalt und Grundhaltung
Die Weiterbildungen sind eng an den schulischen Alltag angebunden. Konkrete Umsetzungsbeispiele für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen werden regelmäßig aufgegriffen, erprobt und reflektiert. Zugleich wird eine wertschätzende, ressourcenorientierte Haltung gefördert, die Beziehung, Selbstregulation und Entwicklung gleichermaßen in den Blick nimmt.
Möchtest du deine Schüler*innen zunehmend mit offenem Blick begleiten und eine tragfähige, positive Beziehung zur Lerngruppe aufbauen?

Einsatzmöglichkeiten im Schulalltag, z.B.:
Klassenleitungsstunden, Arbeitsgemeinschaften, Projektwochen, der sequenzielle Einsatz im Regelunterricht sowie Beratungssettings (Gruppe und Einzel) eignen sich für beide Weiterbildungen.
Der Resilienz-Trainer ist zudem insbesondere für Miniinterventionen zur Stabilisierung und Selbstregulation im Schulalltag geeignet.
Das Schulfach Glück entfaltet seine Stärken besonders im Differenzierungsbereich (Klasse 9/10), in Projektkursen (auch in der Oberstufe) sowie in der Anbindung an den Philosophieunterricht.
Inhaltliche Anbindung an das Schulgesetz in NRW
„Die Schule […] fördert die Entfaltung der Person, die Selbstständigkeit ihrer Entscheidungen und Handlungen und das Verantwortungsbewusstsein für das Gemeinwohl, die Natur und die Umwelt. Schülerinnen und Schüler werden befähigt, verantwortlich am sozialen, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, beruflichen, kulturellen und politischen Leben teilzunehmen und ihr eigenes Leben zu gestalten.“
§ 2 SchulG, (4)
Schulgesetz für das Land Nordrhein-Westfalen
Bezug zum Referenzrahmen Schulqualität NRW (QUA-LiS)
„Die Schülerinnen und Schüler verfügen über sozial-kommunikative Kompetenzen, wie z. B. Empathie, Kommunikations-, Kooperations- und Konfliktfähigkeit.
Die Schülerinnen und Schüler verfügen über personale Kompetenzen, wie z. B. Anstrengungs- und Leistungsbereitschaft, Verantwortungs- und Pflichtbewusstsein, Selbstvertrauen, Selbstreflexion.„
Auszug aus dem Referenzrahmen für Schulentwicklung NRW zu den überfachlichen Kompetenzen https://www.schulentwicklung.nrw.de
Nähere Informationen zum Schulfach Glück auf den Seiten des Fritz-Schubert-Instituts
- Zum Hintergrund des Schulfachs Glück
- Zum Konzept: Die Macht des Optimismus
- Zu weiterführender Literatur